Interkommunales Gewerbegebiet Pyhrn-Priel

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Interkommunales Gewerbegebiet Pyhrn-Priel
Sektor
Themenbereich Wirtschafts- und Standortentwicklung
Staat Österreich
Bundesland Oberösterreich
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) St. Pankraz, Roßleithen, Hinterstoder, Vorderstoder, Windischgarsten, Rosenau am Hengstpaß, Edlbach, Klaus und Spital/Pyhrn
Kontaktperson(en)
Projektwebsite
Projektstart (Jahr) 2001
Rechts- und Organisationsform
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 47° 36' 51", 14° 17' 29"

Beschreibung

Es ist beabsichtigt einen Gemeindeverband nach dem Oberösterreichischen Gemeindeverbändegesetz zu begründen, in dem die neun Gemeinden St. Pankraz, Roßleithen, Hinterstoder, Vorderstoder, Windischgarsten, Rosenau am Hengstpaß, Edlbach, Klaus und Spital/Pyhrn vertreten sein werden. Jede Gemeinde hat in der Verbandsversammlung unabhängig von ihrer Größe oder Finanzkraft je eine Stimme, sodass alle Verbandsmitglieder gleichberechtigt sind.

Finanzierung

Der Finanzbedarf des Verbandes wird durch Erträge aus dem Vermögen, durch öffentliche Zuschüsse von Bund, EU sowie Land OÖ. oder sonstige Zuschüsse Dritter, durch Beiträge der Verbandsmitglieder und durch Aufnahme von Krediten getilgt.

Aktueller Stand

Gleichzeitig mit der Erkenntnis, dass neben dem Tourismus das Standbein Gewerbe in der Region nicht vernachlässigt werden darf musste festgestellt werden, dass den Gemeinden der Region Pyhrn-Priel keine ausreichenden Flächen für die Erweiterung der bestehenden gewerblich produzierenden Unternehmen und des Güter- und Personentransportgewerbes bzw. für Neuansiedlung zur Verfügung stehen. Die Idee ein interkommunales Gewerbegebiet zu errichten ist im regionalen Planungsbeirat 1997/98 entstanden, da sich dieser Beirat bereits seit Jahren mit regionalen Vorhaben wie Nahverkehr, Seilbahnen, Radwege etc. befasst. In diesem Beirat, der unter der Leitung des Landes steht, ist jede Gemeinde durch den Bürgermeister vertreten. Die Vorbereitungsarbeiten für das Interkommunale Gewerbegebiet erfolgten durch die Technologie- und Marketing Gesellschaft Oberösterreich (TMG). Derzeit haben fast alle Gemeinden die erforderlichen Grundsatzbeschlüsse gefasst bzw. stehen vor der notwendigen Beschlussfassung. Bei der Standortsuche für die Errichtung des Gewerbegebietes wurde festgestellt, dass lediglich zwei Gemeinden über geeignete Flächen verfügen, da von einer Mindestfläche von 5 ha ausgegangen wurde um den Erschließungsaufwand zu rechtfertigen. Nunmehr bestehen bereits konkrete Vereinbarungen mit Grundbesitzern über eine Fläche von 7 ha. Es ist beabsichtigt, dass der Verkauf der Grundstücke direkt zwischen dem Grundeigentümer und den Unternehmen zu einem vertraglich abgesicherten Höchstpreis abgewickelt werden soll. Damit ist ein Ankauf der Grundstücke und eine dadurch erforderliche Vorfinanzierung durch den Gemeindeverband nicht notwendig. Im Herbst 2001 soll mit der Erschließung begonnen werden.

Ziele

Durch das Interkommunale Gewerbegebiet Pyhrn-Priel sollen Ansiedlungsflächen für Unternehmen in der Region mit größerem Flächenbedarf bereitgestellt werden. Mit dem Standort in St. Pankraz sollen auch Nutzungskonflikte mit der Tourismuswirtschaft vermieden werden.

Finanzierung

Die Finanzierung der Erschließung erfolgt über EU-, Bundes- und Landesmittel und mit Beiträgen der Gemeinden. Der geschätzte Kostenaufwand für die Gemeinden beträgt rund 2 bis 2,5 Mio S bei Gesamterschließungskosten zwischen 10 bis 12 Mio. S. Die Gemeinden beteiligen sich an den Kosten im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl, wobei Sachleistungen der Standortgemeinde (Verwaltungsaufwand) mit berücksichtigt werden. Nach Aussagen des Bürgermeisters von St. Pankraz wäre dieses Projekt ohne Bundes-, Landes- und EUBeiträge nicht realisierbar, zumal durch dieses gemeinsame Projekt mehrerer Gemeinden wesentlich höhere Förderung zu erreichen sind. Die Kommunalsteuererträge werden nach folgendem Schlüssel aufgeteilt: Die Standortgemeinde erhält von den Gesamteinnahmen 10 % sozusagen als Standortbonus. Die verbleibenden 90 % werden anteilig zu den Erschließungskostenbeiträgen der Gemeinden auf alle Mitgliedsgemeinden aufgeteilt. Ein höherer Ertragsanteil zugunsten der Standortgemeinde zur Abdeckung von Umweltbelastungen oder ähnlichen Nachteilen wird nicht angesetzt, da im Verband die Meinung vertreten wird, dass die Standortgemeinde andere Vorteile wie stärkere Bevölkerungsentwicklung, Nachfrage in den Geschäften des Ortes etc. für sich nützen kann. Die Erschließungsbeiträge der ansiedelnden Unternehmen kommen zur Gänze dem Gemeindeverband zugute.

Stärken und Schwächen

Als ein wesentlicher Vorteil für die Entwicklung dieses Gewerbestandortes muss sowohl die langjährige bestehende Kooperation in der Region (regionaler Planungsbeirat Pyhrn-Priel) als auch die Unterstützung durch EU-, Bundes- und Landesmittel erwähnt werden. Ohne diese Rahmenbedingungen wäre diese Projektentwicklung von der alle Gemeinden profitieren wesentlich schwieriger oder gar nicht möglich gewesen.

Weitere Informationen

Quelle: http://www.tirol.gv.at/fileadmin/www.tirol.gv.at/raumordnung/downloads/kooperation-kurz.pdf