Kommunales Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe (krz)

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Kommunales Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe (krz)
Sektor
Themenbereich Interkommunale Zusammenarbeit
Staat Deutschland
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Mitglieder des Verbandsgebietes
Kontaktperson(en) Reinhold Harnisch
Projektwebsite www.krz.de
Projektstart (Jahr) 1971
Rechts- und Organisationsform Kommunaler Zweckverband
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 52° 1' 24" N, 8° 54' 59" O

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) in Lemgo wurde 1971 gegründet und ist seit 40 Jahren der Informatik-Dienstleister der hiesigen Kommunen. Entwicklung, Einführung und Wartung klassischer Kommunalanwendungen sowie professioneller Rechenzentrumsbetrieb bilden die traditionellen Schwerpunkte. Durch die sich immer rasanter verändernde IT-Landschaft und die zunehmende Kundenorientierung des krz steht heutzutage verstärkt die Erbringung von Dienstleistungen im Vordergrund. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, hält das krz für seine Kunden ein reichhaltiges Angebot an Software-Applikationen (Verfahren), Netz- und PC-Hardware und Dienstleistungen (Beratung, Schulung, Installation, Wartung und Support) bereit. Das krz ist bekannt für einen ausgeprägten Datenschutz sowie eine höchstmögliche Datensicherheit. Das krz ist der erste kommunale Service-Provider in Deutschland, der durch das BSI zertifiziert wurde. Über 180 hochmotivierte und durch ständige Weiterbildung qualifizierte Mitarbeiter - von der Verwaltungsfachkraft bis hin zum „Technik-Freak“ - sind Garant für die Umsetzung der Unternehmensziele.

In den Verwaltungen des Verbandsgebietes selber werden derzeit ca. 7.000 PC-Arbeitsplätze mit ca. 10.000 Endgeräten durch das KRZ unterstützt. Der Servicedienst und die Hotline sorgen für eine Datenverfügbarkeit von nahezu 100 Prozent. Zugriffe auf die Datenbestände sind durch die Kunden ganzjährig und „rund um die Uhr" möglich. Das schätzen auch viele weitere Verwaltungen, die sich der Dienste des krz bedienen. Bereits heute werden rd. 30% aller Einwohner in NRW durch Kommunen betreut, die komplett oder in Teilbereichen Verfahren einsetzen, die vom krz bereitgestellt werden.

Rechtsform Das krz ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts in der Form eines kommunalen Zweckverbandes. Der Sitz ist in Lemgo. Die Träger des Zweckverbandes sind die drei Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe sowie 34 Städte und Gemeinden aus diesen Kreisgebieten. Die Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung, der Verwaltungsrat und der Verbandsvorsteher. Beschreibung ==

Interkommunale Zusammenarbeit wird bereits heute in verschiedenen Bereichen praktiziert und in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung wie auch der katastrophalen Haushaltslage immer bedeutender.

Zentraler Gehaltsservice Mit dem Zentralen Gehaltsservice im krz wird den Kommunen "Full-Service" im Bereich der Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Beamte, tariflich und außertariflich Beschäftigte, sowie Versorgungsempfänger und so die Möglichkeit einer Kostenoptimierung des Personalbüros angeboten. Das krz erstellt für die Beschäftigten die monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen und sorft für fristgerechte Zahlung bzw. Meldung in den verschiedenen Zweigen Sozialversicherung, Zusatzversorgung, Steuer), die in Verbindung mit der Lohn- und Gehaltsabrechnung zu erfüllen sind.

Die Vorteile: - Verbesserung der Wirtschaftlichkeit - Sicherstellung der Aufgabenerfüllung - Höchste Qualität der Dienstleistung - Zunehmende Service- und Bürgerorientierung - Nutzung von Synergieeffekten

Beihilfe NRW Das Programm BeihilfeNRW untersützt bei jedem Schritt der Bearbeitung von Beihilfeanträgen. Von der Antragstellung über die korrekte Abrechnung bis hin zum Bescheid und zur Auszahlung. Das IT-System beschleunigt und vereinfacht die Arbeit der Sachbearbeitung. Darüber hinaus gestaltet BeihilfeNRW Vorgänge transparent und einfach nachvollziehbar. Ein differenziertes Rollen-und Berechtigungskonzept schützt personenbezogene Daten effektiv. Gleichzeitig wird eine Balance zwischen Handlungsspielräumen auf der einen Seite und Manipulationssicherheit auf der anderen Seite hergestellt. Durch das Modul eBeihilfe kann jeder Antragssteller ganz leicht von zu Hause aus einen korrekten Antrag auf Beihilfe stellen. In einer webbasierten Applikation gibt er selbst nur die Belegdaten ein.

Die Vorteile: - Keine Investitionen in Hardware/Softwarelizenzen - Senkung des Betreuungsaufwandes - Höchste Verfügbarkeit - Feste kalkulierbare monatliche Kosten - Datenspeicherung in einer Hochsicherheitsumgebung

Autista: Sicher in die papierlose Zukunft der Standesämter Seit 2009 ist das neue Personenstandsgesetz in Kraft. Für einzelne Verwaltungen sind die Anforderungen infrastrukturell wie auch wirtschaftlich kaum umsetzbar. Praktizierte interkommunale Zusammenarbeit findet hier im Rahmen eines einzigen "nordlippischen Standesamtsbezirks" statt. Die ILEK-Kommunen Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal bilden einen Standesamtsbezirk und haben gemeinsam mit ihrem IT-Dienstleister krz die Anforderungen des neuen Personenstandsgesetzes umgesetzt. Auch alle weiteren Mitglieder des Verbandes nutzen die zentral beim krz vorgehaltenen Infrastrukturen.

Die Vorteile: - Wirtschaftlich durch zentralen Betrieb - Archiv- und Sicherheitsbereich - Zwei-Häuser Konzept für Erst- und Zweitregister - Lösung zur Signaturerhaltung über den gesamten Aufbewahrungszeitraum - Hochverfügbarkeit der Produktionsumgebung

Umsetzung der EuDLR Die Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie (EuDLR) erfolgte für die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) termingerecht. Unter Federführung des Kreises Herford als Einheitlicher Ansprechpartner (EA) für OWL entschieden sich die sieben Kooperationspartner ( Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke, Paderborn und die Stadt Bielefeld) für die gemeinsame Umsetzung. Für eine pünktliche und sichere IT-Unterstützung des EA und der Kommunen sorgt das krz mit etablierten Basiskomponenten aus seiner Produktpalette. Mit der EU-Dienstleistungsrichtlinie wurde sowohl organisatorisch als auch technisch der Grundstein für die Abwicklung in elektronischen Prozessen gelegt. Für die Umsetzung in OWL gilt: Erfolgsfaktor ist die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller im Projekt Beteiligten, von der Politik über die Verwaltung bis hin zu den IT-Dienstleistern.

Die Vorteile: - Geringe Investitionskosten - Kostentransparenz und Planungssicherheit - Reduzierung von Personalkosten - Geringer Administrationsaufwand - Permanente Erreichbarkeit des Helpdesk

Weitere Optionen der Zusammenarbeit:

Zentraler Gehaltsservice (ZGS)- Nutzung Full-Service-Angebot des Kreises Lippe - Lohnbuchhaltung als Shared Service - Nur noch Mitteilung von abrechnungsrelevanten Sachverhalten notwendig


Ratsinformationssystem (SESSION)- Elektronische Sitzungsvor- und nachbereitung - Einheitliche Nutzung sinnvoll (Rats- und Kreistagsarbeit) - Verzicht auf Papierunterlagen - Individuell anpassbar - Schnittstelle zum Finanzwesen KIRP - sichere/schnelle Auszahlung des Sitzungsgeldes

Zentrale Vollstreckungsstelle (AVVISO)- Amtshilfeserver - Zentrales AVVISO - Beispiel Kreis Hameln

Finanzwesen Ausgangslage: - Umstellung vom kameralen auf doppisches Rechnungswesen (NKF) abgeschlossen - Zentrale Buchhaltung in den Kommunen - Spezialisierung - Hoher Schulungsbedarf - Schwierige Vertretungsregelungen - Nicht alle Disziplinen können zeitgerecht und vollumfänglich bgedeckt werden.

Lösung: - Zentraler Buchungspool - Zwischen einzelnen Kommunen - Mit mehreren Kommunen - Unter Hinzuziehung Dritter - Abdeckung von einzelnen Disziplinen durch eine Kommunen - Abdeckung der Buchhaltung durch eine Kommune - Zusammenlegung der Buchhaltung einzelner oder mehrerer Kommunen - Optionale Vertretungsmöglichkeiten

Abrechnungsmöglichkeiten: - Pauschal nach Vereinbarung - nach zeitlicher Inanspruchnahme der eingesetzten Mitarbeiter - Fall- und Komponenten bezogen - Basis sind die für die einzelnen Schritte gespeicherten User nach vorhe festgelegten Wertigkeiten

Telefonie - Voice over IP

Allgemeines: - Ziel ist es, den Kunden eine zentrale, reine VoIP-Lösung anzubieten - Angebot auf Basis der Lösung Cisco Systems / xevIT Networks - Zentraler Anssatz, d. h. know-how-Bündelung an einer Stelle - Nutzung des Netzwerk-know-hows des krz - Integration in die Hochverfügbarkeitsinfrastruktur des krz - Redundante Auslegung der Komponenten (Call-Manager-Cluster) - LDAP Schnittstelle zum Active Directory

Realisierung: - Angebote auf Basis eines ASP-Modells, d.h. monatliche Miete nach Preisliste für anteilige zentrale Infrastruktur (Call-Manager) und Abrechnugnssystem - Mietkauf für Telefone, UMS (Fax, Voice, CTI) - Wahlmöglichkeit des Kunden hinsichtlich der vorgenannten Komponenten

Die Vorteile: - Kostengünstiger - im Vergleich zu anderen Anbietern dieser Lösung - keine zusätzlichen Kosten für Wartung - Keine lokale Administration für die Infrastruktur (Call Manager) im Gegensatz zu dezentalen Lösungen - Entlastung des Personals vor Ort

Hostinglösungen Allgemeines: Eine Kernkompetenz des krz als kommunalem IT-Dienstleister ist es, seinen Mitgliedsverwaltungen eine Vielzahl von Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört neben dem Betrieb der Anwendungen auch die Produktionsumgebung, die in einer hochverfügbaren, ausfallsicheren, zentralen Infrastruktur betrieben wird. Neben dieser zentralen Infrastruktur betreiben die Mitgliedsverwaltungen eigene lokale Netze, in denen lokale Anwendungen angeboten werden. Das krz bietet seinen Mitgliedsverwaltungen an, diese Anwendungen in die Produktionsumgebung des krz zu integrieren. Dies geschieht durch das sogenannte Housing.

Herausforderung: - Erforderliche Investitionen in räumliche Infrastruktur - Erhöhung der Sicherheit und Ausfallsicherheit - Erneuerung der IT-Umgebunfg - Vertretungsregelung Chancen: - Dienstleistung abgestellt auf die Erfordernisse der Verwaltung zum Festpreis - Verteilte Zuständigkeiten - Enge Zusammenarbeit von Verwaltung und krz - Kostenoptimierte Lösungsalternative zum bisherigen Betrieb

Lösungsansätze: - Postfach-Hosting (lokaler Mailverkehr) - Application (Anwendungs)-Hosting Vorteile: - Infrastruktur - IT- Sicherheit - Kosten-Einsparungen - Vorhalten lokaler Umgebungen (Server, Speicher) nicht erforderlich - Vor Ort - Betreuung der Arbeitsplätze und der Administration


Fazit: Mit den zunehmenden Zukunftsanforderungen wird das Spannungsfeld für die kommunale Aufgabenerfüllung immer schwieriger. Auf der einen Seite nimmt die Reglementierungsdichte immer weiter zu. Dienste werden rekommunalisiert mit der Folge, dass die Themen komplexer und vielfältiger werden. Auf der anderen Seite werden die zur Verfügung stehenden Ressourcen immer knapper. Durch die demografische Entwicklung werden immer weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer neue und immer komplexere Aufgaben erfüllen müssen. In der gemeinsamen Aufgabenwahrnehmung können unter dem Stichwort "Shared Services" Potenziale gebündelt und Prozesse standardisiert werden.

Größter Erfolgsfaktor für das krz und seine Verbandsmitglieder ist eine verlässliche und berechenbare Finanzgrundlage.

Zunehmend gewinnen auch Projekte wie "Energieeffiziente IT" und "Ausfallsichere Infrastruktur" für die kommunale Selbsthilfeeinrichtung an Bedeutung. Redundantes Vorhalten von Systemkomponenten, der Ausbau von Hochsicherheitsräumen an einer Stelle ist zweifelsfrei ökonomischer und auch ökologischer als vor Ort eine Vielzahl von kleinteiligen IT-Systemen vorzuhalten. Darüber hinaus wird der Personaleinsatz optimiert. Immer mehr Verwaltungen - übrigens keineswegs abhängig von der Größe - erkennen, dass gemeinsames Handeln die Kosten minimiert und den Service im Rat-/Kreishaus verbessert. ==

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