POKOV – Prozessoptimierung Salzkammergut

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POKOV – Prozessoptimierung Salzkammergut
Sektor
Themenbereich Beschaffungswesen, Prozessoptimierung
Staat Österreich
Bundesland Oberösterreich
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Altmünster, Bad Goisern, Ebensee, Gmunden, Gschwandt, Hallstatt, Kirchham, Laakirchen, Ohlsdorf, Pinsdorf, St. Konrad, St. Wolfgang, Vorchdorf, KDZ
Kontaktperson(en) Robert Hametner, Klaus Preiner, Alexander Maimer, Gabriela Hinterberger
Projektwebsite
Projektstart (Jahr) 2004
Rechts- und Organisationsform Gemeinsames Projekt; Beschaffungskooperation läuft nun über einen bereits bestehenden Abfallwirtschaftsverband
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 47° 44' 18" N, 13° 26' 53" O

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

13 Gemeinden des Salzkammergutes führen gemeinsam ein innovatives Projekt zum Thema Gemeindekooperationen durch. Ziel ist es, Einsparungspotenziale in den Gemeindebudgets durch die Zusammenarbeit zu finden, ohne die Leistungen für die GemeindebürgerInnen einzuschränken. Die teilnehmenden Gemeinden sind Altmünster, Bad Goisern, Ebensee, Gmunden, Gschwandt, Hallstatt, Kirchham, Laakirchen, Ohlsdorf, Pinsdorf, St. Konrad, St. Wolfgang und Vorchdorf. Das Projekt verfolgt mehrere Ziele, wobei eines davon die Analyse von Kernbereichen der Gemeindenverwaltungen war und auf Basis der dafür durchgeführten Leistungserhebungen Kooperationsbereiche aufgedeckt werden sollten. Zudem wurden Umfragen bei den MitarbeiterInnen und GemeinderätInnen in den einzelnen Gemeinden durchgeführt und die BürgermeisterInnen zu ihrer Einschätzung bzgl. möglicher Kooperationsfelder befragt. Es werden umfangreiche Erhebungen und Auswertungen in den Bereichen Kinderbetreuung, Bauverwaltung, Personalverwaltung, Finanzen, Verpflegung und Bauhof durchgeführt. Durch den Vergleich der Leistungsfelder konnten Kosten- und Mengendaten der eigenen Gemeinde den Daten anderer Gemeinden gegenübergestellt werden. Damit wurde Transparenz über die Leistungserbringung innerhalb des Bezirks geschaffen. Der Vergleich mit anderen Gemeinden hat den Status der eigenen Gemeinde aufgezeigt und Potenziale für Verbesserungen erschlossen. Die transparente Datenlage (jede Gemeinde verfügt auch über die zentralen Kennzahlen der anderen teilnehmenden Gemeinden) ermöglicht auch in Zukunft den individuellen Austausch von Erfahrungen und das Lernen von den Besten.

  • Beispielsweise wurden detaillierte Daten im Bereich der Bauverwaltung über die durchgeführten Bauanzeigen, Bauverhandlungen mit und ohne Ortsaugenschein erhoben. Auf Basis der Vergleichsdaten aus den Gemeinden können unter anderem Rückschlüsse auf Standards im Bereich des Baurechts geschlossen werden.


Finanzierung

Das erste Projekt wurde aus Mitteln der EU, des Landes sowie der Gemeinden finanziert; die Kooperationsprojekte sollen sich selbst tragen.

Aktueller Stand

Die Gemeinden haben sich entschlossen, im Beschaffungswesen zu kooperieren, da ein gemeinsames Auftreten auf dem Beschaffungsmarkt bessere Preiskonditionen und Lieferbedingungen und somit Einsparungen für jede Gemeinde bietet. Mit Beginn des Jahres 2006 wird ein Mitarbeiter in ausgewählten Bereichen als Einkäufer für zumindest 13 Gemeinden auftreten (die anderen Gemeinden des Bezirks wurden ebenfalls zur Teilnahme eingeladen). Die Beschaffung soll über einen eigenen Rechtsträger abgewickelt werden. Hier wird beispielsweise über eine Durchführung durch den Bezirksabfallverband intensiv nachgedacht. Als besonders interessant hat sich eine gemeinsame Beschaffung unter anderem in den Bereichen Büromöbel, Bauhofmaterial, Fuhrpark, Straßenbau, Reinigungsmaterialien sowie Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsmaterialien erwiesen. Gleichzeitig wurde eine Bauhof-Gerätebörse ins Leben gerufen. Ziel dieser Gerätebörse ist es, Transparenz über die in den Gemeinden verfügbaren Geräte zu schaffen und aufzuzeigen, welche Geräte eventuell von anderen Gemeinden ausgeliehen werden können und somit nicht selbst beschafft werden müssen. Im Gegensatz zur Beschaffungskooperation, die bezirksweit funktioniert, ist die Gerätebörse regional begrenzt. Ausgehend von den Leistungserhebungen wurden weitere potenzielle Kooperationsfelder, beispielsweise in den Bereichen Personalwesen, Bauverwaltung und Finanzen aufgezeigt. Auch diese Kooperationen können dazu beitragen, den Gemeinden Einsparungspotenziale zu erschließen und die interkommunale Zusammenarbeit noch weiter auszubauen. Die BürgermeisterInnen aller teilnehmenden Gemeinden haben sich gemeinsam darauf geeinigt, nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Kooperation im Beschaffungswesen weitere Kooperationsfelder anzugehen, um auf einem ersten positiven Ergebnis aufbauen zu können.


Erzielte Effekte

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