Stadt-Umland-Raum Wismar

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Stadt-Umland-Raum Wismar
Sektor
Themenbereich Infrastruktur, Wirtschaftsförderung, Kooperation
Staat Deutschland
Bundesland Mecklenburg-Vorpommern
Bezirk/Kreis
Projektpartner (Institutionen) Wismar, Barnekow, Mecklenburg, Gägelow, Hornstorf, Krusenhagen, Lübow, Metelsdorf, Metelsdorf, Zierow
Kontaktperson(en) Frau Sibylle Waack (Amt für Raumordnung und Landesplanung)
Projektwebsite http://www.westmecklenburg-schwerin.de/de/planungsverband/aufgaben/regionalplanung/
Projektstart (Jahr) 2011
Rechts- und Organisationsform Zweckverband
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 53° 38' 5", 11° 24' 32"

Beschreibung

Mit dem 2005 für rechtsverbindlich erklärten Landesraumentwicklungsprogramm M-V werden für die großen Städte landesinterne Stadt-Umland-Räume festgelegt. In Westmecklenburg betrifft das die Landeshauptstadt Schwerin und die Hansestadt Wismar. Die Stadt-Umland-Räume sollen als landesweit bedeutsame Entwicklungsräume weiterhin so gestärkt werden, dass sie einen zunehmenden Beitrag insbesondere zur wirtschaftlichen Entwicklung Westmecklenburgs leisten. Die Gemeinden, die Stadt-Umland-Räumen zugeordnet sind, unterliegen einem besonderen Kooperations- und Abstimmungsgebot. Die Organisation und Moderation des Abstimmungsprozesses obliegt dem Amt für Raumordnung und Landesplanung als Untere Landesplanungsbehörde. Die Ergebnisse münden in einer verbindlichen Dokumentation der Stadt-Umland-Abstimmung (Selbstbindung für die Kernstadt und die in den SUR einbezogenen Gemeinden).

Der Stadt-Umland-Raum Wismar wird gebildet durch die Hansestadt Wismar und die Gemeinden Barnekow, Dorf Mecklenburg, Gägelow, Hornstorf, Krusenhagen, Lübow, Metelsdorf und Zierow. Darüber hinaus können auch Gemeinden außerhalb des festgelegten Stadt-Umland-Raumes aufgrund ihrer funktionalräumlichen Beziehungen am Kooperations- und Abstimmungsprozess partizipieren. Im Sinne der Raumanalyse werden die Gemeinden Insel Poel und Blowatz (Amt Neuburg) in die Betrachtung miteinbezogen. Jedoch besteht für diese Gemeinden keine Verpflichtung zur Selbstbindung.

Aktueller Stand

Im Stadt-Umland-Raum Wismar haben sich die beteiligten Gemeinden bereits einvernehmlich zu prioritären Handlungsfeldern sowie zu gemeinsamen Maßnahmen und Leitprojekten verständigt. Diskutiert wurde zum Beispiel, an welchen Standorten künftig neue Wohngebiete entstehen können, wie der Großgewerbestandort Wismar-Kritzow gemeinsam entwickelt und vermarktet werden soll und wo Ausbaubedarf für Radwege besteht.Die Ergebnisse des Kooperations- und Abstimmungsprozesses sind im Entwurf des "Rahmenplans für den Stadt-Umland-Raum Wismar" dokumentiert. Dieser Entwicklungsrahmen wurde am 09. August 2011 im Zeughaus der Hansestadt Wismar durch Unterzeichnung der „Interkommunalen Kooperationsvereinbarung“ zur Verbindlichkeit gebracht. Der Rahmenplan soll nun Schritt für Schritt mit Leben erfüllt werden. So steht als nächstes die Erarbeitung eines regionalen Einzelhandelskonzeptes für den Stadt-Umland-Raum Wismar an.

Zusammenfassend lassen sich folgende Grundsätze und Ziele der Kooperation definieren:

(1) Der Stadt-Umland-Raum Wismar soll so gestärkt werden, dass er einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region Westmecklenburg und des Landes Mecklenburg-Vorpommern leistet.

(2) Durch interkommunale Kooperation wirken die Gemeinden des Stadt-Umland- Raums Wismar auf eine qualitative Entwicklung der infrastrukturellen Angebote und Einrichtungen hin.

(3) Die an der Kooperation beteiligten Kommunen betrachten den Geltungsbereich des Stadt-Umland-Raumes als einen funktional zusammenhängenden und gemeinsam zu gestaltenden Raum. Entscheidungsprozesse auf kommunaler Ebene sollen daher immer auch die entsprechenden Wirkungszusammenhänge und Folgewirkungen auf den Stadt-Umland-Raum einbeziehen bzw. berücksichtigen.

(4) Die künftige Entwicklung des Stadt-Umland-Raumes Wismar als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum wird maßgeblich vom Bewusstsein seiner Bewohner über die Zugehörigkeit zu diesem Raum und über die gemeinsam getragene Verantwortung für dessen Gestaltung beeinflusst. Der Kooperationsund Abstimmungsprozess soll dazu beitragen, dieses Bewusstsein zu stärken und zu fördern.

Weitere Informationen

Der Umsetzungszeitraum wird auf ca. 10 Jahre angelegt und beginnt mit Verbindlichkeitserklärung des Rahmenplans. Der verbindliche Rahmenplan soll in Zukunft verstärkt Grundlage für den Einsatz von Förderinstrumentarien des Landes sein. Im Bedarfsfall wird über die Einrichtung eines Projektfonds und über die Einführung eines Mediationsverfahrens entschieden. Die Projekt- und Maßnahmenrealisierung wird durch ein kontinuierliches Monitoring begleitet. Noch vor Ablauf des Umsetzungszeitraums erfolgt eine Ergebnisevaluierung als Grundlage für die Entscheidung über die Fortschreibung des Rahmenplans.

Die Umsetzung der im Rahmenplan definierten Maßnahmen und Entwicklungsansätze greift nicht in die kommunale Planungshoheit ein oder ersetzt diese. Alle Beteiligten wirken jedoch darauf hin, die durch Selbstbindung getroffenen Beschlüsse im Rahmen der Stadt-Umland-Kooperation in die gemeindliche Planung zu überführen bzw. mit dieser abzustimmen.