Tierseuchen-Kooperation Münsterland-Nordhorn-Osnabrück

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Tierseuchen-Kooperation Münsterland-Nordhorn-Osnabrück
Sektor
Themenbereich Veterinärwesen, Tierseuchen
Staat Deutschland
Bundesland Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen
Bezirk/Kreis Kreis Borken, Kreis Steinfurt, Kreis Coesfeld, Landkreis Grafschaft Bentheim, Landkreis Osnabrück
Projektpartner (Institutionen) Kreis Borken, Kreis Steinfurt, Kreis Coesfeld, Landkreis Grafschaft Bentheim, Landkreis Osnabrück
Kontaktperson(en) Dr. Andreas Raaz, Dr. Manfred Ulrich, Dr. Manfred Fischer, Dr. Hans Reiter, Dr. Raphaele Brüske
Projektwebsite
Projektstart (Jahr) 2003
Rechts- und Organisationsform öffentlich-rechtliche Vereinbarung
Preise und Auszeichnungen

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Koordinaten: 52° 8' 51.00" N, 7° 20' 39.00" E

Beschreibung

Die Erfahrungen mit der Maul- und Klauenseuche im Jahre 2001 und die Erkenntnisse aus Tierseuchenübungen hatten deutlich gemacht, dass eine einzelne Kreisordnungsbehörde im Krisenfalle mit seinen personellen und materiellen Ressourcen schnell an seine Grenzen stößt. Deshalb haben die Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) sowie die Landkreise Grafschaft Bentheim und Osnabrück (Niedersachsen) im Jahre 2003 eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die gegenseitige Unterstützung im Tierseuchenfall geschlossen. Neben der gegenseitigen Unterrichtung ist es wesentlicher Inhalt der Vereinbarung, sich im Krisenfall gegenseitig mit Personal und Material zu unterstützen.

Für den Fall eines Seuchenausbruchs hat sich jeder Kreis verpflichtet, dem von der Seuche betroffenen Kreis eine bestimmte Anzahl von Amtstierärzten und Verwaltungspersonal zur Verfügung zu stellen.

Ebenso hat sich jeder Kreis verpflichtet, eine bestimmte Art und Menge von Material zur Tierseuchenbekämpfung zur Verfügung zu stellen, z. B. Desinfektionseinrichtungen, Schutzkleidung, Sperrschilder, Desinfektionsmittel, Spritzen, Tötezangen, Bolzenschussgeräte usw.

Desweiteren sind gemeinsame Tierseuchenübung mindestens einmal im Jahr vereinbart, die im Wechsel von den beteiligten Kreisen organisiert werden.

Finanzierung

Amtstierärzte und Verwaltungspersonal werden im Krisenfall unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Nur wenn der Einsatz länger als 14 Tage dauert, werden die Personalkosten erstattet. Das verbrauchte Material wird später in gleicher Qualität neu zurückgegeben.

Aktueller Stand

In der Regel finden jährliche gemeinsame Tierseuchenübungen statt, an der ausgewählte Bedienstete aller beteiligten Behörden teilnehmen.

Erzielte Effekte

Die Vereinbarung führt primär dazu, dass im Ernstfalle vertraglich zugesicherte personelle und materielle Unterstützung aus benachbarten Kreisen zur Verfügung stehen wird. Dies führt zu Kostenersparnissen, indem der Personalbestand der einzelnen Behörde auf seuchenfreie Zeiten abgestellt werden kann und gemeinsame Materialbeschaffungen die Kosten für die einzelnen Behörden reduziert haben.

Sekundär hat die Vereinbarung zu einem regen interkommunalen Austausch der einbezogenen Mitarbeiter auf dem Gebiet der Tierseuchenkrisen geführt. Dazu haben insbesondere auch die gemeinsamen Tierseuchenübungen der letzten Jahre beigetragen.

Weitere Informationen